Tarawera Falls New Zealand

Als vor ca. 11.000 der Mount Tarawera ausbrach, ergoss sich Lava und erstarrte genau an der Stelle, den er heute die Felswand zu sehen ist, aus der sich die Tarawera Falls in die Tiefe stürzen. Dieser Wasserfall gehört zu den eindrucksvollsten Fällen in Neuseeland. Der oberste Fall stürzt aus einer Höhe von 65 Metern in die Tiefe.

Wie das Bild der Tarawera Falls entstand

Während der Anfahrt wurde ich zu einem Google-Maps-Opfer. Wie oft hatte ich schon über Menschen gelacht, die einfach dem Navi nachfahren und am Ende der Straße ins Wasser fallen. Ähnlich erging es mir hier: Statt die offizielle, 45 Minuten lange Route zum Parkplatz bei den Wasserfällen zu fahren, war Google der Meinung, dass ein viel kürzerer Weg existiert, über den ich es in 25 Minuten schaffe. Der Weg begann komfortabel und wurde dann immer mehr zu einem Wirtschaftsweg mit tiefen Regenrinnen, in die ich einzusacken droht. Als ich mich entschloss umzudrehen, geriet ich beim Wendemanöver in eine dieser Rillen. Der Wagen hob ab und ich war aufgeschmissen.

Blöd gelaufen: Google Maps war der Meinung, das hier sei der beste Weg zu den Tarawera Falls.

Wenn Pauline nicht gewesen wäre, eine liebenswerte Neuseeländerin, die mir aus der Klemme half, wäre meine Fahrt zuende gewesen und ich hätte die Tarawera Falls nie gesehen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Viel später als geplant kam ich an den Tarawera Falls an. Es war schon recht spät und ich war der einzige Besucher dort. Mein Auto stand völlig allein auf dem Parkplatz.

Die 20 Minuten Fußweg vom Parkplatz zu den Tarawera Falls führen durch eine wunderschöne Umgebung.

Es ist zwar einerseits schon, wenn einem keine Touristen durch das Foto springen, andererseits hätte ich hier ein paar Menschen gebrauchen können. Die Tarawera Falls sind so eindrucksvoll und so weit vom Aussichtspunkt entfernt, dass die Größenverhältnisse im Bild kaum festzuhalten sind, ohne Menschen im Bild.

Ganz allein und kein Empfang: In so einem Moment verstaucht man sich am besten keinen Fuß…

Ich positionierte das Stativ und machte einige Langzeitbelichtungen. Dabei kämpfte ich mit der enormen Gischt, die vom Wasserfall zu mir herüberwehte. In Sekunden waren Filter und Objektive komplett eingesprüht. Abdecken und für die Aufnahme kurz die Abdeckung öffnen war die einzige Methode, mit der ich ein paar brauchbare Aufnahmen hinbekam.

Wenige Sekunden reichten aus, um die Kamera komplett einzusprühen.

Bildbearbeitung

Zunächst ist es mir wichtig zu sagen: Das Klettern auf den Felsen bei den Tarawera Falls ist verboten. Nicht nur aus Sicherheitsgründen (es ist alles vermoost und glitschig), sondern auch, um die empfindliche Pflanzenwelt zu schützen. Wenn ich hier einen Menschen auf den Felsen zeige, dann handelt es sich um eine Photoshop-Arbeit, mit der ich die Größenverhältnisse verdeutlichen möchte.

Auf den Wegen bleiben! Bedeutet: Nicht auf die Felsen klettern.

Den Menschen fand ich auf Pexels. Ich stellte ihn frei, montierte ihn auf den Felsen und setzte passenden Schatten. Um das Bild im unteren Bereich besser zu rahmen, nahm ich Felsen aus dem Bild und wiederholte sie an den Rändern. Mit Gaußscher Unschärfe versuchte ich, noch mehr Tiefe ins Bild zu bringen.

Den fertigen Bildlook bekam das Bild in Lightroom.

Vorher/nachher-Slider

Equipment

  • Kamera: Canon EOS 5D Mark III
  • Objektiv: EF 17-40mm f/4 L
  • Kameraeinstellung: 6 Sek., ISO 200, manueller Modus
  • Objektiveinstellungen: 17 mm bei Blende 18
  • Software: Photoshop CC & Lightroom Classic

Location (Kamerastandpunkt)

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