Das Gegenteil von Tiny-World-Bildern sind Tiny Tunnel. Werden solche Tunnel mit der Tiny-World-Technik gebaut oder mit einer App zusammengeklickt, haben sie an den Bildrändern meist extreme Weitwinkeleffekte. Sie wirken dadurch flach.

Ich hatte für mein Projekt eine Tiny Tunnel World im Kopf, die eine größere Tiefe zeigen und eine echte Tunnelwelt entstehen lassen. Der Betrachter soll in das Bild gezogen werden. Das Ergebnis ist eigentlich nur ein erster Test gewesen, ein Probeflug um heraus zu bekommen, ob sich so ein Bild mit eine Drohne umsetzen lässt.

Ich nahm mit die Drohne und positionierte sie links von mir in der maximalen Sichtentfernung in etwa 50 Meter Höhe. Die Kamera richtete ich zur Sonne aus. Ich startete die Serienbildfunktion mit einem Bild alle 5 Sekunden und ließ die Drohne mit kontinuierlicher Geschwindigkeit und Höhe von links nach rechts fliegen. In maximaler Sichtentfernung stoppte ich sie. 16 Bilder waren entstanden.

Ich stapelte alle Bilder in Photoshop, maskierte sie aus und drehte sie um den Mittelpunkt. Wenn Interesse besteht kann ich dazu gerne mal ein kleines Tutorial schreiben (alle Details würden jetzt und hier den Rahmen sprengen).

Nachdem die Übergänge mit Detailmaskierungen und Gitter-Verzerrungsmasken stimmig hingerichtet waren, legte ich einen Flare in die Mitte des Bildes um eine Sonne zu simulieren. Zum Schluss bekam das Bild in Lightroom Kontrastanpassungen und einen Farblook.

 

Kamera: DJI Mavic Air
Objektiv: integriert, 4,5 mm am Gimble
Kameraeinstellung: 1/1000 Sek., ISO 100, RAW
Objektiveinstellungen: 4,5 mm (~24mm Vollformat) bei Blende 2,8
Software: Photoshop CC & Lightroom Classic