Owharoa Falls

Diesen wunderschönen Wasserfall findet man auf der Nordinsel von Neuseeland, etwas unterhalb der Coromandel-Halbinsel. Sechs Meter fällt das Wasser über mehrere Stufen in die Tiefe. Je nach Jahreszeit führt der Fall unterschiedlich viel Wasser. Er ist super zu erreichen, denn der Fußweg vom Parkplatz zum Wasserfall könnte kürzer kaum sein:

Wegweiser zu den Owharoa Falls
2 Minuten vom Parkplatz bis zu den Owharoa Falls – das sollte zu schaffen sein 😉

Ich kam gegen Mittag am Wasserfall an. Kurz vor Ankunft schlug die Bewölkung um: Ich hatte es mit einem ständigen Wechsel von Sonne und Wolken zu tun. Licht an, Licht aus. Ein Graus, denn ich hatte vor, zwei aufeinander abgestimmte Aufnahmen zu machen, die ich später montieren wollte: Das Wasser im Vordergrund sehr lange belichtet, das fallende Wasser deutlich weniger lang, damit Strukturen sichtbar blieben.

Bei dem ständig wechselnden Licht gab ich den Plan schnell auf. Um ehrlich zu sein, gab ich die gesamte Location auf, denn in der Mittagssonne sah sie nicht besonders spannend aus. Ich knipste noch das eine oder andere Bild von unterschiedlichen Standorten aus und genoss danach den Wasserfall noch etwas ohne zu knipsen.

Owharoa Falls

Wie das Bild der Owharoa Falls entstand

Einige Zeit später scrollte ich durch die alte Bildersammlung. Mir kam die Idee, zwei Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven so miteinander zu montieren, dass am Ende der ursprüngliche Plan (Wasser glatt, Fall mit Struktur) zu realisieren wäre.

Ich fand zwei Bilder, die dafür geeignet waren. Look und Kontrast glich ich in Lightroom an. Anschließend übergab ich die beiden als Ebenen an Photoshop. Wieder mal war ich begeistert von der Funktion „Ebenen automatisch ausrichten“. Sie schaffte es, die beiden Bilder so übereinander zu legen, dass ich sie aufeinander maskieren konnte. Aus einem weiteren Bild kopierte ich mir rechts noch etwas Ufer ins Bild, um den bewegungsunscharfen Ast loszuwerden.

Das montierte Bild der Owharoa Falls bekam seinen finalen Look in Lightroom. Dieses Mal waren besonders die HSL-Regler im Einsatz. Etwas Dodge & Burn für mehr Plastizität malte ich auch in Lightroom ein. Den Weg vom Ausgangsfoto zum fertigen Bild zeigte der vorher/nahher-Slider:

Equipment

  • Kamera: Canon EOS 5D Mark III
  • Objektiv: EF 17-40mm f/4 L
  • Kameraeinstellung: 0,3 & 20 Sek., ISO 100, manueller Modus
  • Objektiveinstellungen: 17 mm bei Blende 16
  • Sonstige Hardware: GND-Filter, ND-Filter & Stativ
  • Software: Lightroom Classic & Photoshop CC

Location (Kamerastandpunkt)

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