Windmühle Libehna

Bockwindmühlen finden man an vielen Orten in Deutschland. Manchmal in bedauernswertem Zustand, gelegentlich auch wunderschön restauriert. Nicht selbstverständlich ist, dass diese Mühlen in Top-Zustand sind und gelegentlich sogar noch Mehl mahlen. Die Windmühle Libehna aus dem Jahr 1814 gehört zu diesen wundervoll restaurierten Mühlen.

Wie das Bild der Windmühle Libehna entstand

Es war einer dieser dunstigen Spätvormittage, als ich an der Windmühle ankam. Der Himmel war langweilig und drauf und daran, von diesiger Quellbewölkung zu komplettem Blau überzugehen. Meine geplante Langzeitbelichtung mit ziehenden Wolken war damit also wohl nicht möglich.

Ich pilgerte zunächst um die Mühle herum. Der eindrucksvolle Bau ist von einem Zaun eingerahmt und die Grasflächen drumherum waren zum Teil sorgsam gemäht. Schön für Besucher, für das Fotografieren boten sich jedoch wenig Gestaltungsmöglichkeiten. Die kleine Hütte neben der Mühle machte mir das Leben zusätzlich (fotografisch) schwer.

Wunderschön restauriert: Die Windmühle Libehna lädt ein, sie von allen Seiten zu begutachten. Mit dem blauen Himmel war sie jedoch nicht gerade einfach zu fotografieren.

Irgendwann wurde mir klar: Hier bekomme ich kein besonderes Bild. Mir blieb also nur: Ergebnislos wegfahren, oder nach Alternativen suchen. Im Auto hatte ich mein 300-Millimeter-Tele. Ich schaute mir in Google Maps die Straßen der Umgebung an und kam zu dem Entschluss: Mit einem Tele und dem frischen Grün auf den Feldern könnte etwas Interessantes entstehen. Ich positionierte mich an der Landstraße zwischen Libehna und Prosigk und versuchte, bei relativ offener Blende eine gute Mischung zwischen Blick auf die Windmühle Libehna und Diffusion durch das Getreide im Vordergrund hinzubekommen.

Klappe auf, Tele raus: Ein paar hundert Meter weiter bot sich ein Attraktiver Blick auf die Mühle.

Bildbearbeitung

Das Bild wurde komplett in Lightroom bearbeitet. Dabei war der größte Eingriff das Beseitigen der Hütte und eines massiven Gebüschs links von der Mühle. Mit der Bereichsreparatur von Lightroom ging das problemlos.

Beim Fotografieren hatte ich einen GND-Filter vor der Linse. Daher konnte ich einige Details im hellen Himmel zurückholen, um das Bild nach oben nicht ins Weiß enden zu lassen.

Den Werdegang vom Foto zum fertigen Bild kann man im Vorher/nachher-Slider ganz gut sehen:

Vorher/nachher-Slider

Equipment

  • Kamera: Canon EOS R5
  • Objektiv: EF 70-300mm f/4-5.6 L
  • Kameraeinstellung: 1/640 Sek., ISO 400, manueller Modus
  • Objektiveinstellungen: 300 mm bei Blende 8
  • Sonstige Hardware: GND-Filter 0,9
  • Software: Lightroom Classic

Location (Kamerastandpunkt)

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