Burg Gößweinstein

Burg Gößweinstein

Ich war an einem bewölkten Tag kurz nach Mittag in der Fränkischen Schweiz unterwegs. Unattraktives Licht und fehlende Vegetation (es war Anfang April) waren keine gute Voraussetzung für attraktive Bilder. In Gößweinstein machte ich dennoch Halt und die Burg Gößweinstein zu fotografieren.

Wie das Bild der Burg Gößweinstein entstand

Die Burg Gößweinstein lässt sich von verschiedenen Positionen aus fotografieren. Man kann sie von unten aus dem Ort festhalten und dabei einige der Fachwerkgiebel in den Vordergrund nehmen. Oder man erklimmt eine der zahlreichen Aussichtspunkte rund um Gößweinstein.

Ich bestieg zunächst den Gernerfels. Dort kann man nicht nur ausgezeichnet klettern, eine steile Treppe bietet auch die Möglichkeit, von einer Aussichtsplattform aus einen Blick auf die Burg zu werfen.

Blick vom Gernerfels zur Burg Gößweinstein
Blick vom Gernerfels zur Burg Gößweinstein

Mir war der Blick von dort jedoch zu senkrecht auf die Burg gerichtet. Außerdem lagen wir die Häuser mit auffälligem Fachwerk zu weit rechts im Bild.

Ich stieg deshalb auf den nahe gelegenen „Aussichtspunkt Gößweinstein“. Von dort hat man einen grandiosen Blick an der großen Wallfahrtskirche entlang hinüber zur Burg Gößweinstein.

Aussichtspunkt Gößweinstein
Aussichtspunkt Gößweinstein

Im eher langweiligen Himmel war nur wenig Bewegung. Ich entschloss mich dennoch, einen leichten Verwischer zu versuchen, indem ich einen starken ND-Filter vor die Kamera setzte. Satte drei Minuten lang war der Verschluss offen.

Blick vom Aussichtspunkt zur Burg Gößweinstein

Bildbearbeitung des Bild der Burg Gößweinstein Motivs

Ich übergab das Bild zunächst an Photoshop. Mir waren einige helle Fenster und Satelitenschüsseln aufgefallen, die zu viel Aufmerksamkeit auf sich zogen. Ich wollte, dass der Blick zur Burg wandert, deshalb retuschierte ich die Störungen weg.

Unten im Ort herrschte ein ziemliches Dächer-Durcheinander. Das störte den Bildaufbau. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Ich legte daher ein paar freigestellte und weichgezeichnete Pflanzenteile in den Vordergrund und zeichnete sie weich. Dadurch ergab sich eine starke Rahmung zum Hauptmotiv hin.

Die starke Bewölkung hatte eine diffuses Licht zur Folge. In Photoshop versuchte ich, etwas mehr Licht von links im Bereich der Burg einzumalen.

In Lightroom bekam das Bild seinen Kontrast- und Farblook. In Lightroom betonte ich auch die neue Lichtrichtung, indem ich die linke obere Ecke lichtdurchflutete.

Vorher/nachher-Slider

Equipment

  • Kamera: Canon EOS R5
  • Objektiv: EF 24-105mm f/4 L
  • Kameraeinstellung: 181 Sek., ISO 125, manueller Modus
  • Objektiveinstellungen: 65 mm bei Blende 5,6
  • Sonstige Hardware: Stativ, ND-Filter 5
  • Software: Photoshop & Lightroom Classic

Location (Kamerastandpunkt)

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