Im Süden von Rügen hatte ich eher wenig Fotospots auf meiner Reiseroute. Der kleine Leuchtturm Maltzien liegt nahe dem südlichsten Punkt der Insel. Eigentlich handelt es sich gar nicht um einen Leuchtturm, denn er ist nur ein sogenanntes Unterfeuer, also ein Leuchtpunkt in einer Stafette von Leuchtfeuern.

Wie man den Leuchtturm Maltzien erreicht

Der unscheinbare Turm ist über einen Feldweg erreichbar. Wie oft auf Rügen ist der Feldweg mit Betonplatten in den Fahrrillen ausgelegt. Das verhindert tiefe Matschlöcher. Mit der Zeit brechen die Platten aber und sinken ab. Wer mit dem Auto anreist, sollte also langsam fahren und den Wegverlauf gut beobachten.

Am Ende des Weges gibt es Platz für ein paar Autos. Von dort aus sind es nur wenige Schritte bis zum Wasser. Der Turm ist von da aus auch gleich sichtbar.

Bei ruhigem Wetter kann man zu Fuß über den Schotterstrand zum Turm wandern.

Steinausleger in der Nähe des Leuchtturm Maltzien
Wenig Wellengang ermöglicht, auf einen Steinausleger zu klettern. Aber Vorsicht: Sehr glitschig!

Wie mein Foto vom Leuchtturm Maltzien entstand

Etwas Glück gehört dazu: Nach einem Tag mit bedecktem Himmel riss abends die Wolkendecke an der Ostsee auf. Ich suchte mir einen Platz auf einem etwas größeren Brocken eines glitschigen Steinstegs, der in das Wasser hinaus ragte. Dort stand ich eine ganze Weile, während mir die Füße einschliefen.

Den Leuchtturm Maltzien fotografieren
Während das Stativ dauerhaft im Wasser stand, kauerte ich bewegungslos auf einem kleinen rutschigen Stein.

Ich schoss rund um den Sonnenuntergang unentwegt Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten, um diese später zueinander montieren zu können. Allen gemeinsam war die lange Belichtung, um das Wasser möglichst glatt erscheinen zu lassen. Dabei half mir ein 1.8-ND-Filter.

Viele Aufnahmen vom Leuchtturm Maltzien

Montieren musste ich nichts mehr, denn eine Aufnahme hatte genau die Dynamik, die ich für die Weiterbearbeitung suchte. In Lightroom sorgte ich für einen Farblook, der weg vom Abendrotorange hin zu einem Lila führte. Ich passte die Kontrastwerte noch etwas an, macht jedoch nicht allzu viel am Bild. Der Vorher/nachher-Slider zeigt den Weg vom Foto zum fertigen Bild:

Equipment

  • Kamera: Canon EOS 5D Mark III
  • Objektiv: EF 17-40mm f/4 L
  • Kameraeinstellung: 30 Sek., ISO 50, manueller Modus
  • Objektiveinstellungen: 30 mm bei Blende 20
  • Sonstige Hardware: Stativ & ND-Filter 1.8
  • Software: Lightroom Classic

Location (Kamerastandpunkt)

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