Heute geht der Griff ganz weit in die Klamottenkiste. Herausgezogen habe ich ein Motiv aus 2009, dass ich schoss, als ich eigentlich noch nicht so richtig wusste, was die Kamera so macht, wenn man den Auslöser drückt. Dementsprechend entstand das Bild als JPG – was mir bei der nachträglichen Bearbeitung spürbare Grenzen setzte. Die Aufnahme entstand während eines Kurztrips in die Schweiz.

Mit der Zahnradbahn fuhren wir hinauf auf die Schynige Platte. Der Endbahnhof der Platte war auch der Standpunkt, von dem aus das Foto entstand. Es war ein sonniger Herbsttag. Da es windstill war, konnte sich früh morgens um kurz nach acht im Tal über Grindelwald Nebel sammeln. Die Sonne von hinten setzte diesen Dunst in ein schönes Licht.

Das Bild entstand während meiner Panoramaphase. Ich fotografierte damals alles mögliche um die eigene Achse drehend, um später daraus Panoramen zu rechnen. Dieses hier ist war wenig wirkungsvoll. Das eine Einzelbild jedoch weckte heute, 9 Jahre später, mein Interesse.

Zunächst entwickelte ich das Bild in Lightroom. Ich gab ihm eine warme Farbstimmung, zum Himmel hin kälter werdend. Außerdem zog ich die Blautöne in Richtung Grün. Diese Grundentwicklung übergab ich an Photoshop. Dort streckte ich das Bild in die Höhe und überhöhte den Berg rechts per Verflüssigen noch weiter. Um einen größeren Blickwinkel zu haben, erweiterte ich die Ränder des Bildes. Die original Flares entfernte ich. Stattdessen setzte ich eine Sonne ein, um den Frühmorgens-Effekt etwas zu verstärken.

Die Originalaufnahme ist stark verrauscht und etwas unscharf. Die Software Topaz Sharpen AI half mir dabei, die Details im Bild besser heraus zu arbeiten und das Rauschen zu entfernen.

Der Vorher/Nachher-Vergleich zeigt den Weg von der alten JPG-Aufnahme zum fertigen Bild:

Equipment

  • Kamera: Canon EOS 450D
  • Objektiv: EF-S 18-55 f/3,5-5,6
  • Kameraeinstellung: 1/80 Sek., ISO 100, manueller Modus
  • Objektiveinstellungen: 37 mm bei Blende 13
  • Software: Lightroom Classic, Photoshop CC & Topaz Sharpen AI

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