Westerhever Salzwiesen

Westerhever Salzwiesen

Der Plan war: Steh zu hässlich früher Uhrzeit auf, fahr zum Leuchtturm Westerhevesand und schieß ein Foto eines atemberaubenden Sonnenaufganges. Stattdessen wurde es ein Bild der Westerhever Salzwiesen.

Wegweiser zum Leuchtturm Westerhevesand

Grund dafür war ein Himmel, der den Sonnenaufgang komplett ausließ. Umsonst so früh aufgestanden. Etwas gefrustet machte ich mich auf den Rückweg zum Auto.

Pech gehabt: Eine Schicht Schleierwolken vereitelte einen schönen Sonnenaufgang an diesem Morgen.

Wie das Bild der Westerhever Salzwiesen entstand

Der Weg vom Leuchtturm bis zum Deich und zum Parkplatz dahinter ist etwa zweieinhalb Kilometer lang. In den 40 Minuten, die man läuft, hat man viel Zeit, nach weiteren Motiven zu suchen. Die Salzwiesen Westerhever rechts und links vom Weg werden regelmäßig von Salzwasser überschwemmt. In der unwirtlichen Umgebung gedeihen nur wenige Pflanzen, die meisten nur sehr niedrig wachsend.

Ich legte mich an den Rand des geteerten Weges und reizte aus dem Objektiv, das ich auf der Kamera hatte, die maximal möglichen 105 Millimeter heraus. Gut, dass ich an diesem Morgen ganz alleine vor Ort war. Passanten hätten mich vermutlich angesprochen und gefragt, ob alles in Ordnung ist. So ist das eben, wenn die Kamera, die man mit sich führt, kein Klappdisplay besitzt 😉

Ich hatte einen Polfilter auf der Kamera. So bekam ich trotz des diesigen Himmels etwas Blau und Struktur in den oberen Bildbereich.

Die Pflanzen im Vordergrund wollte ich in die Unschärfe laufen haben. Ich war verwundert, dass ich dafür die Blende gar nicht allzu weit öffnen musste. Der tiefe Blickpunkt komprimierte die Szene so stark, dass Blende 10 gut passte.

Hoch wachsen die Pflanzen dort eigentlich nicht. Manche sind aber so hoch, dass es eine Weile dauerte, bis ich ein Bild mit niedriger Position ohne störende hochragende Pflanzen im Kasten hatte.

Bildbearbeitung

Die Bildbearbeitung des Bildes der Westerhever Salzwiesen beschränkte sich ausschließlich auf Lightroom.

Ich entfernte einige Störungen. So verschwand ein Gebäude hinten rechts, aber auch zahlreiche helle Stellen und ein Sandhaufen.

Mit Verlauffiltern sorgte ich für einen stärkeren Helligkeitsverlauf im Bild von links nach rechts.

Die Kontraste hob ich stark an. Mikrokontraste wurden im gesamten Bild reduziert und nur im Bereich des Leuchtturms leicht erhöht.

Den Farblook erzeugte ich überwiegend durch Verschieben der Grün- und Blauregler in Lightrooms Kalibrierung.

Vorher/nachher-Slider

Equipment

  • Kamera: Canon EOS 5D Mark III
  • Objektiv: EF 24-105mm f/4 L
  • Kameraeinstellung: 1/30 Sek., ISO 400, manueller Modus
  • Objektiveinstellungen: 105 mm bei Blende 10
  • Sonstige Hardware: Polfilter
  • Software: Lightroom Classic

Location (Kamerastandpunkt)

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