Felsformation The Prison am Quiraing

Quiraing: The Prison

Wer die Isle of Skye in Schottland besucht, wird um den Besuch der vielleicht bekanntesten Landschaft dort vermutlich nicht herumkommen. Quiraing ist eine kilometerlange Abbruchkante mit zum Teil schroffen Felsformationen. Eine von ihnen nennt sich „The Prison“, weil sie entfernt an eine mittelalterliche Festungsanlage erinnert.

Wie das Bild „Quiraing: The Prison“ entstand

Die Entstehungsgeschichte zu diesem Bild ist sehr unspektakulär. Das lag am typisch schottischen Wetter. Sehr starker Wind sorgte dafür, dass der Einsatz von aufwendigem Equipment kaum möglich war – und man auch schnell wieder ins Auto zurückwollte.

Fotograf am Quiraing
Ich muss betrunken ausgesehen haben, so schwankte ich im Sturm am Quiraing.

Ich nahm die Kamera mit Weitwinkelobjektiv und schoss ein paar Bilder, nicht weit entfernt vom Parkplatz, über den man den Aussichtspunkt schnell erreichen kann. Die kurze Belichtungszeit macht deutlich, wie sehr ich vom Sturm hin- und hergeworfen wurde. Eines der Bilder vereinte Bildausschnitt und dramatisches Wolkenbild. Das war mein Motiv, mit dem ich daheim weiter arbeitete.

Bildbearbeitung

Um Größenverhältnisse besser beurteilen zu können, fehlte mir eine Referenz im Bild. Ich entschloss mich daher, eine mit Cinema 4D zu bauen und per Photoshop ins Bild einzubauen. Die Grundfigur dafür baute ich in Adobe Fuse CC (das es leider heute nicht mehr gibt).

Der Größeneindruck ist höchstwahrscheinlich falsch, weil die Figur zu groß im Bild gezeigt wird. Mir war das jedoch nicht so wichtig. Und wo ich schon mal in Photoshop war, retuschierte ich gleich noch ein paar störende Details aus dem Bild. Anschließend übergab ich es an Lightroom.

Eigentlich bin ich kein Freund fertiger Presets. Hier muss ich aber zugeben, dass ich mit einem die Entwicklung begonnen habe. Und zwar mit dem bei Lightroom eingebauten CN03. Von dort ausgehend setzte ich zunächst das Augenmerk auf die Wolken oben rechts. Ich setzte Verlaufsfilter ein, um die Ränder abzudunkeln, gleichzeitig aber träumerisch weichgezeichneten Look zu bekommen.

Auf den Flächen veränderte ich die Lichtrichtung so, dass der Eindruck von Licht entsteht, dass von rechts einfällt. Dazu setzte ich Pinsel ein, eine Art Dodge & Burn mit einfachen Mitteln.

Kontrastabstimmung und finale Sättigungsregelung rundeten das Ganze ab.

Before/after-Slider

Equipment

  • Kamera: Canon EOS 60D
  • Objektiv: EF-S 15-85mm f/3.5-5.6
  • Kameraeinstellung: 1/3200 Sek., ISO 500, manueller Modus
  • Objektiveinstellungen: 50 mm bei Blende 5
  • Software: Fuse CC, Cinema 4D, Photoshop CC & Lightroom Classic

Location (Kamerastandpunkt)

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