Burg Wildenberg

Nenne ich sie nun Burg Wildenberg? Oder Wildenburg? Beides ist wohl richtig und stiftet manchmal Verwirrung. Da es auch noch eine andere Wildenburg gibt, ist Burg Wildenberg vielleicht die beste Bezeichnung für diese imposante Burgruine im Odenwald zwischen Mudau und Amorbach.

Kann verwirren: Wer zur Burg Wildenberg möchte, muss den Schildern zur Wildenburg folgen.

Wie das Bild der Burg Wildenberg entstand

Geplant war ein Foto zum Sonnenaufgang. Das bedeutete: Früh aufstehen. Neben der Anfahrt muss man auch berücksichtigen, dass man vom Parkplatz bis zur Burg eine kurze aber steile Strecke zurückzulegen hat.

Weg zur Burg Wildenberg
Der Weg zur Burg führt etwa einen Kilometer lang bergauf.

Mit Kamera und Equipment sollte man sich also nicht zu spät auf den Weg machen, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen.

Ich hatte einen Flug mit der Drohne geplant. So früh morgens waren wir völlig alleine an der Ruine. Perfekt für einen Flug, denn stören würde es niemanden.

Ich machte einige Testaufnahmen. Dabei fand ich heraus, dass der Pavillon oben auf dem großen Turm, dem Bergfried, den Eindruck einer alten, urigen Ruine, störte.

Luftaufnahme der Burg Wildenberg / Wildenburg
Blick von oben: Auf dem Bergfried befindet sich ein Pavillon mit rotem Dach. Rechts unten: Das Palais, neben dem ich die Drohne platzierte.

Ich platzierte daher die Drohne neben dem Palas mit seinen eindrucksvollen Fensterbögen und wartete auf den Moment, in dem die Sonne über dem gegenüberliegenden Hügel aufging.

Als es so weit war, schoss ich ein Horizontalpanorama aus 9 Aufnahmen. Die größte Herausforderung war dabei die Dynamikfang. Mit der eingeschränkten Dynamik des Drohnensensors musste ich mich zwischen ausgebrannter Sonne oder abgesoffenen Schatten entscheiden. Ich nahm die abgesoffenen Schatten und hoffte auf ein qualitativ hochwertiges RAW-Material in der Nachbearbeitung.

Bei derartig dunklem Ausgangsmaterial kann man einen Schreck bekommen. Ob sich das aufhellen lässt?

Bildbearbeitung

Das Zusammenrechen der Einzelaufnahmen zu einem Panorama überließ ich Lightroom. Das Ergebnis war ein dramatisch dunkles Bild. Der spannende Moment kam mit dem Ziehen des Belichtungsreglers. Ich war überrascht: Dem Rawmaterial der DJI-Drohne ließen sich einige Blendenstufen Aufhellung entlocken.

Eine Lichtkante, mit dem Pinsel in Lightroom gemalt, soll die Kanten der Bäume erstrahlen lassen.

Die weitere Bildbearbeitung erfolgte komplett in Lightroom. Sie bestand hauptsächlich aus Pinselkorrekturen, mit denen ich die Aufmerksamkeit voll auf die Burg lenken und der Szenerie eine Sonnenaufgangsstimmung geben wollte. Die Überstrahlung der Sonne erreichte ich mit zwei Radialfiltern.

Vorher/nachher-Slider

Equipment

  • Kamera: Hasselblad L1D an DJI Mavic Pro 2
  • Objektiv: 28mm f/2.8
  • Kameraeinstellung: 1/400 Sek., ISO 100, RAW
  • Objektiveinstellungen: 10,26 mm (~28mm Äquivalent) bei Blende 4,5
  • Software: Lightroom Classic

Location (Kameraposition)

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