Maria Gern Sonnenuntergang

Der Sonnenuntergang an der Kirche Maria Gern im Berchtesgadener Land in Bayern ist ein Klassiker, den kaum ein Landschaftsfotograf auslassen möchte. Ich auch nicht. Es gehört etwas Glück mit dazu, um ein gutes Ergebnis zu bekommen.

Obwohl dieses Bild technisch eines der anspruchsvolleren ist, war es in knapp drei Minuten im Kasten. Inklusive Stativ aufbauen. Man könnte es beinahe einen Schnappschuss nennen.

Morgens und abends: Fotografen-Traffic-Jam für den Maria Gern Sonnenuntergang

Eigentlich wollte ich erst am Abend darauf Maria Gern besuchen. Aber ich entdeckte es auf dem Heimweg zum Hotel auf einem Schild und fuhr der Beschilderung nach. Als ich an der Kirche ankam, stand an einem Abhang bereits ein Dutzend Fotografen eng gedrängt und wartete auf einen schönen Sonnenuntergang. Keine Chance, noch eine freie Stelle zu finden, die besten Plätze sind hier schon eine Stunde vor dem Sundown vergeben.

Also marschierte ich einige Meter abseits links vom berühmten Spot und suchte mir eine Stelle auf einem geschotterten Weg. Dort war ich ganz allein.

Ich baute das Stativ auf, setzte die Kamera darauf, schob einen ND-3-Filter ein und schätze die Belichtungszeit auf 25 Sekunden. Ich löste aus, kurz darauf fuhr ein Auto vorbei und ich hatte gleich mit dem ersten Bild mein Wunschmotiv im Kasten – perfekt belichtet.

Ungläubig blieb ich noch ein paar Minuten und schoss noch weitere Fotos, aber besser wurde es nicht mehr.

Zugeparkt

Zu meinem Glück fehlte mir eigentlich nur der Watzmann im Hintergrund. Der war an diesem Abend nur schemenhaft zu erkennen.

Am darauf folgenden Abend war ich wieder vor Ort. Erneut fand ich keinen Platz am Abhang. Dieses mal hatten alle Fotografen, die Lichterspuren fotografieren wollten, eine Niete gezogen: Parkende Autos von Wanderern standen entlang der Straßen und führten zu Lichterzickzack.

Lichterspuren zum Sonnenuntergang bei Maria Gern
Parkende Autos bei Maria Gern machen schöne Lichterspir-Aufnahmen manchmal unmöglich.

Mit etwas Fotoshop zum Endergebnis

Für mich war der zweite Abend dennoch wertvoll, denn der Watzmann mit seinen Gipfeln zeigte sich im Hintergrund.

Kirche Maria Gern mit dem Watzmann im Hintergrund
Ohne nur halb so schön: Der Watzmann im Hintergrund.

Ich machte ein Foto und montierte sie auf das Bild vom Vorabend. Links nahm ich in Photoshop noch einige störende Bilder aus dem Bild, um die Aufmerksamkeit auf die Kirche zu lenken.

Den Weg vom Lichtstreifenfoto zum fertigen Bild kann man im vorher/nachher-Slider ganz gut sehen:

Equipment

  • Kamera: Canon EOS 5D Mark III
  • Objektiv: EF 24-105mm f/4 L
  • Kameraeinstellung: 25 Sek., ISO 200, manueller Modus
  • Objektiveinstellungen: 35 mm bei Blende 8
  • Sonstige Hardware: ND-Filter 3 & Stativ
  • Software: Photoshop & Lightroom Classic

Location (Kamerastandpunkt)

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