Kirchleitn Kapelle mit Watzmann

Ein schönes Bild der Kirchleitn Kapelle bei Berchtesgaden stand auf der To-do-Liste meines Trips durch den Süden Deutschlands. Diese kleine Kapelle in Bayern zieht jedes Jahr zahlreiche Fotografen an. Nicht zuletzt deshalb, weil das Watzmann-Massiv im Hintergrund zu sehen ist.

So erreicht man die Kirchleit’n Kapelle

Das wichtigste zuerst: Es gibt einen asphaltierten Weg zur Kapelle und sogar einen geschotterten Platz daneben. Aber: Der Weg ist nur für Anlieger frei. Fotografieren mag zwar ein Anliegen sein, aber Anlieger bist Du damit noch nicht. Bitte respektiere die Regeln und parke Dein Auto nicht an der Kirchleitn Kapelle, sondern im Ort. Der Rathausparkplatz neben der Volkshochschule bietet sich dafür an.

Vom Parkplatz aus folgst Du den Fußweg zum Aussichtspunkt Lockstein. Der Weg hat einen Namen: „Weg der Seligpreisungen“.

Wegweiser für den "Weg der Seligpreisungen" zur Kirchleitn Kapelle.
Gut ausgeschildert, aber nur wenn man weiß, worauf man achten muss: Der direkte Fußweg zur Kirchleitn Kapelle.

Die Gläubigen aus der Region haben vermutlich eine ausgezeichnete Kondition, denn der Weg ist richtig steil und im Zickzack angelegt. Der Aufstieg ist kurz, aber knackig. Wenn Du oben ankommst, wirst Du erstmal durchschnaufen wollen.

Der Aufstieg über den "Weg der Seligpreisungen" zur Kirchleitn Kapelle.
Steil, im Zickzack angelegt, zum Teil mit Stufen und größtenteils geschottert (Vorsicht Rutschgefahr auf dem Weg zurück): Der Aufstieg über den „Weg der Seligpreisungen“ zur Kirchleitn Kapelle.

Wie mein Bild der Kirchleitn Kapelle entstand

Oben angekommen war ich zunächst ein wenig enttäuscht: Ich hatte mit einer imposanten Kirche gerechnet. Diese Kapelle ist jedoch relativ kompakt. Na ja, eine Kapelle eben, ich hätte ja auch mal richtig lesen können.

Kirchleitn Kapelle
Eine Kapelle ist keine Kirche: Die Kirchleitn Kapelle ist recht klein.

Dort oben war ich nicht allein: Weitere Fotografen hofften auf einen schönen Sonnenuntergang und hatten sich mit ihren Stativen in Position gebracht.

Auf Fototouren kann man tolle Leute treffen. Hier an dieser Stelle hatte ich das Glück, Lea und Jan zu treffen. Die beiden waren auch auf der Jagd nach tollen Bildern. Schau Dir mal ihre Motorrad-Seite bei Instagram an.

Weil der Himmel keinen dramatischen Untergang der Sonne versprach, verzogen sich die meisten anderen Fotobegeisterten wieder und zur blauen Stunde war ich dann der einzig verbliebene Stativ-Fotograf.

Der Himmel hatte zwar keine aufregenden Wolkenstrukturen, aber kurz nach Sonnenuntergang bildete sich eine wunderschöne Lila Färbung heraus. Ich schoss Belichtungsvariationen, um die Dynamik der Situation später besser abbilden zu können.

Eine Belichtungsreihe soll dabei helfen, die große Dynamik später in Photoshop zu verarbeiten.

Zum Schluss kam mir noch die Idee mit einem Menschen im Bild. Ich sprach eine Frau an, ob sie für mich Model spielen würde und verabredete mit ihr, dass sie während einer Langzeitbelichtung von der Kapelle weg läuft.

Bei 0,6 Sekunden Belichtungszeit gab es einen schöne Verwischer.

In Photoshop legte ich die Bilder übereinander. Die einzelnen Ebenen maskierte ich so zueinander, dass der Eindruck einer Lichtrichtung von rechts entstand.

Anschließend entfernte ich die störenden Elemente im Bild. Auch die Beleuchtung links nahm ich aus dem Bild.

Den finalen Look bekam das Bild in Lightroom. Dort passte ich Kontraste und Färbung an. Den Weg von einem der Ausgangsfotos zum fertigen Bild zeigt der vorher/nachher-Slider:

Equipment

  • Kamera: Canon EOS 5D Mark III
  • Objektiv: EF 17-40mm f/4 L
  • Kameraeinstellung: 1,3, 2 & 3,2 Sek., ISO 100, manueller Modus
  • Objektiveinstellungen: 40 mm bei Blende 14
  • Sonstige Hardware: Stativ
  • Software: Photoshop & Lightroom Classic

Location (Kamerastandpunkt)

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