Die Toskana an einem ziemlich regnerischen Tag: Diese kleine Allee zwischen Capannino della Suvera und Mensano hatte ich mir per Google Maps ausgesucht. Von oben sah es so aus, als würden Zypressen den Weg säumen. Und genauso war es auch: Der kleine Schotterweg war eingerahmt von den typisch toskanischen Gewächsen.

Blöd nur, dass es bis kurz vor Ankunft in Strömen geregnet hatte und der Himmel nun grau, trüb und trist war.

Wir versuchten daher, die Szenerie durch etwas Dynamik im Bild aufzuwerten und schossen eine Serie von Bildern mit langer Belichtungzeit, um die Person im Bild verwischt darzustellen.

Wieder daheim entwickelte ich das Bild ein erstes mal, war mit dem Ergebnis jedoch nicht zufrieden:

Es dauerte fast zwei Jahre, bis das Bild erneut in meiner Bildbearbeitung landete. Ich entwickelte es zunächst sehr flach und flau in Lightroom. Dann übergab ich es an Photoshop. Ich stellte den Himmel mit einer Kanalmaske frei. Einmontiert wurden zwei kombinierte Himmel, die ich vor einiger Zeit aufgenommen hatte.

Anschließend kam eine Sonne ins Spiel (ein Flare, den ich negativ multiplizierte). Durch die neue Lichtquelle waren Schatten notwendig, die ich einmalte. Außerdem mussten die Zypressen und der Graben nun auch Licht und Schatten bekommen. Das löste ich über Dodge & Burn und dem Einmalen in Lichtverrechnungsebenen.

Den finalen Farblook bekam das Bild in Lightroom. Wenn man den vorher/nachher-Slider zieht, sieht man recht gut, wie die komplette Szenerie in ein ganz anderes Licht getaucht wurde:

 

Kamera: Canon EOS 5D Mark III
Objektiv: EF 24-105mm f/4L
Kameraeinstellung: 1/10 Sek., ISO 125, manueller Modus
Objektiveinstellungen: 24 mm bei Blende 14
Software: Lightroom Classic & Photoshop CC