Sieht nach einem ziemlichen Glücksfall aus: Wir waren auf einem Boot unterwegs vom Loch Coruisk nach Elgol. All das in Schottland, auf der Insel Skye, um genau zu sein. Als wir an einem Ausläufer der Cuillins Berge vorüber fuhren, brach der Himmel auf. Und das auch noch an einer Stelle, an der eine besonders extrovertierte Wanderin überschwänglich die Natur genoss.

Eigentlich eine schöne Geschichte von einem Glücksmoment im Leben eines Fotografen. Wenn sie nicht komplett erfunden wäre. Die Wahrheit war nämlich, dass weder der Himmel aufriss, noch eine Wanderin für uns tanzte. Was allerdings vorhanden war, war dramatisches Gewitterwetter, eine wolkenumhüllte Bergspitze und ein ordentlich belichtetes RAW-Ausgangsbild. Wie immer gilt die Regel: Je unauffälliger das RAW, desto mehr ist später damit möglich.

Die Figur entstand in Adobe Fuse. Dort wurde sie zunächst zusammen gestellt und eingekleidet.

Anschließend wurde sie in Maximo übergeben, geriggt und in die richtige Position gebracht.

Das Ergebnis wurde in Cinema 4D geholt. Dort wurde der Kamerablickwinkel festgelegt und die Lichtfarbe auf den Hintergrund abgestimmt. Außerdem wurde das Model beleuchtet, denn es sollte ja der Himmel aufbrechen.

Der gesamte Farblook entstand in Lightroom. Das, was das Bild vielleicht ausmacht, also der Sonnenfleck, kam ebenfalls in Lightroom hinzu. Ein Radialfilter übernahm die Funktion der Sonne:

Den Weg vom Ausgangsbild bis zum fertigen Motiv zeigt der vorher/nachher-Slider ganz gut: