5 Gründe, warum Du besser die Finger von einem Happy Shooting Workshop lässt - angeknipst
5 Gründe, warum Du besser die Finger von einem Happy Shooting Workshop lässt - angeknipst
Archive
Blogroll
Canon-Blogger-Linkring :: powered by KLUGERD

5 Gründe, warum Du besser die Finger von einem Happy Shooting Workshop lässt

5 Gründe, warum Du besser die Finger von einem Happy Shooting Workshop lässt

Zwei wertvolle Tage. So viel Lebenszeit – einfach so vertan. Es wird Zeit, dass ich andere Menschen warne und damit verhindere, dass noch mehr Fotografen in die Falle tappe, in die ich beim Schlossgespenster-Workshop von Happy Shooting am vergangenen Wochenende getappt bin.

Leute, lasst Euch warnen. Ich habe die 5 wichtigsten Problemfelder kurz zusammengefasst:

.

1.: Dir fehlt am Ende die Zeit

Happy-Shooting-Workshops sind oft mehrtägig. Der Schlossgespenster-Workshop zum Beispiel fand an einem Samstag und an einem Sonntag statt. Die beiden Trainer Boris Nienke & Chris Marquardt lassen Dir tagsüber keine Chance, Deine Mails zu checken, die sozialen Medien abzusurfen oder das Tagesgeschehen zu verfolgen. Zu eng ist die Ereignisfolge. Kaum ist ein Vortragsteil beendet, folgt eine Gruppenarbeit. Danach gibts ein Ergebnisreview. Und zwischendurch, wenn Du schnell mal eben nach dem Smartphone greifst, hängt Dir ein Trainer im Nacken und will wissen, ob er Dir helfen kann oder ob Du Fragen hast.

Meine Sichtbarkeit bei Facebook ist in den zwei Tagen um 25% gesunken. Was für ein Stress!

Pascal & Wall Selbst die Models: Eher nachdenklich.

.

.

2.: Es braucht Wochen, bis Du zu Deiner bisherigen Arbeitsweise zurückgefunden hast

Ich fotografiere schon seit einigen Jahren und habe mir dabei feste Regeln und Verhaltensweisen angeeignet. Das hat viel Mühe und Zeit gekostet. Das Wochenende mit Boris und Chris hat mein fotografisches Weltbild in seinen Grundfesten erschüttert. Plötzlich bin ich beim Drücken des Auslösers gehemmt, weil ich vor dem Schuss damit beginnen, mir Gedanken über den Inhalt und Aufbau des Bildes zu machen. Das hält unheimlich auf. War ich bisher sicher, dass ein grünes Symbol am Moduswahlrad der Kamera und ein roter Ring am Objektiv zwangsläufig zu einem guten Ergebnis führen, bin ich nun nicht mehr ganz so sicher. Ginge es nach Boris und Chris, müsste ich da selber aktiv werden und das Bild beeinflussen. Aber wer will das schon, schließlich ist das ganze Geld ja schon ausgegeben.

A New Argument Unprofessionell: Ständig verloren die Trainer die Nerven.

 

Derzeit bin ich auf der Suche nach einem guten Psychologen, der mir hilft, meine alten Verhaltensmuster wiederzufinden. Das wird wohl Wochen dauern. Aber was muss das muss, schließlich ist das ganze Zeug ja schon gekauft und das Symbol so schön grün.

.

3.: Du verbrennst zu viele Kalorien

Wenn ich ein Seminar buche, dann erwarte ich, dass mit ein bequemer Sitzplatz mit guter Sicht auf den Dozenten geboten wird. Diesbezüglich war der Happy-Shooting-Workshop eine echte Katastrophe! Kurze Vortragsteile, Referenten ohne Script, so gut wie kein Powerpoint, kein Handout. Stattdessen erwartete man von den Teilnehmern, Inhalte selber zu erarbeiten. Dabei bin ich so viel herumgelaufen, dass ich trotz der reichhaltigen Küche im Schloss Berlepsch am Ende vermutlich mehr Kalorien verbrannte als ich zu mir nahm.

Haunted Gehetzt: Der Workshop wurde ohne Rücksicht auf Models und Teilnehmer abgehalten.

 

Dazu kam die Aufregung in Situationen, die volle Konzentration erforderten. Zum Beispiel der Umgang mit den Models. Da ging der Puls unkontrolliert in die Höhe. Ich werde das in den nächsten Tagen mal von einem Kardiologen checken lassen müssen.

Magnificent View Unmenschlich: Bis auf den Turm wurden die Teilnehmer und Models gejagt.

 

Sehr unbequem, diese Seminare von Boris und Chris. Nicht die erhoffte Entspannung. Und das am Wochenende!

.

4.: Trotz Workshop: Meine Kamera macht immer noch keine besseren Bilder

„Stell die Kamera auf M“ haben sie gesagt. Wieder daheim habe ich das gemacht. „Nimm einen oder zwei Blitze und und versuch besondere Bilder zu machen“ haben sie gesagt. Habe ich auch befolgt. Rausgekommen sind ein Gewitterfehlalarm und überbelichtete Bilder.

Beweis (1400px) Beweis: Bild vom Workshop. Graue Flächen statt schöner Bilder.

 

Viel schlimmer ist jedoch, dass ich nun keine Sepia-Bilder mehr machen kann. Und Landschaften kann meine Kamera auch nicht mehr fotografieren (zumindest fehlt nun das passende Symbol). „M“ ist Megaquatsch, glaubt mir. Ich schau jetzt nach einem Tutorial in dem erklärt wird, wie man das wieder zurückstellt. Wäre ich bloß nicht auf den Happy-Shooting-Workshop gegangen.

Jane Bond - Banana Affairs Ärgerlich: Jetzt klemmt auch noch meine Blende. Das wird teuer.

.

5.: Die Auswahl der Veranstaltungsorte ist altbacken

Beim Veranstaltungsort wird gespart. Und zwar auffällig. Statt in modernen Seminarräumen zu unterrichten, suchen sich Boris & Chris für ihre Workshops häufig besonders alte Häuser aus. Und mit alt meine ich richtig alt. Abgewetzte Treppen, quietschende Holzböden, kein flächendeckendes WLAN, schiefe Wände.

Berlepsch with Ghost (1) Man traut sich nicht alleine vor die Tür: Workshop auf Schloss Berlepsch.

 

Beispiele dafür sind das Schloss Berlepsch und das Kloster Inzigkofen. Ich glaube, die bekommen diese Locations besonders billig, weil sie so alt sind. Eine ziemliche Mogelpackung!

Cellar Surprise Ein Fall für den Sicherheitsbeauftragten: Haarsträubende Zustände auf dem Happy-Shooting-Workshop.

 

.

Disclaimer

Die Warnungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Ob ich das so meine, wie ich es schreibe? Ach, das findet Ihr bestimmt selber raus. Ich schenke jetzt nochmal Rotwein nach…

Schloss Berlepsch

Nutzung der Bilder ohne schriftliche Genehmigung nicht gestattet. Up