Wer Hyänen aus dem Tierfilmfernsehen kennt, erwartet hektische, agressive und gefährliche Tiere. Zoohyänen haben mit der Zeit gelernt, dass sich Hektik, Aggressivität und Risiko in den sicheren Wänden einer zoologischen Anlage nur selten lohnen. So auch die Tüpfelhyänen im Zoom in Duisburg.

Spotted Hyena- no mood to be trifled (MakingOf) 1

Ich kam mit einer ganzen Reihe von Aufnahmen nach Hause, allesamt wenig eindrucksvoll, was der offensichtlichen Langeweile der Tiere geschuldet war. Dazu kam, dass die Hyänen in einer Mischumgebung aus Schatten und direkter Sonneneinstrahlung umher liefen.

Spotted-Hyena--no-mood-to-be-trifled-(MakingOf)-2
Klick auf das Bild für eine Animation der Photoshop-Arbeitsschritte

Bei näherem Hinsehen fiel ein Foto auf, bei dem es mit durch lautes Zurufen gelungen war, die Hyäne in meine Richtung schauen zu lassen. Leicht unterbelichtet hatte ich noch Zeichnungen in den sonnengefluteten Ohrrändern. Da ich RAW schoss, konnte ich auch im Gesicht noch ausreichend Details hervorholen – Lightroom sei Dank.

Ich übergab die Aufnahme an Photoshop und entschloss mich, dem Hauptdarsteller mehr Dramatik ins Gesicht zu zaubern. Zunächst verflüssigte ich Gesichtszüge und gab seinem Ohr Bissschrammen. Danach setzte ich drei Dode-&-Burn-Korrekturebenen, mit denen ich dem Gesicht mehr Tiefe und etwas dunklere Züge gab.

Heraus kam eine Hyäne, wie ich sie mir vor Ort gewünscht hätte.  🙂  Spotted-Hyena--no-mood-to-be-trifled-(MakingOf)-2

Kamera: Canon EOS 60D
Objektiv: EF 70-300mm f/4-5,6 L
Kameraeinstellung: 1/320 Sek., ISO 800
Objektiveinstellungen: Brennweite 300 mm, Blende 9
Software: Lightroom 4, Photoshop CC

Schreibe einen Kommentar